Minuto-ZeitGutscheine

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Minuto-Cash –  Zahlungsmittel, selbst geschöpft, für alle Regionen

Aktuell befindet sich die Finanzwelt in Veränderung. Regierungen wollen mit zentral gesteuerten Massnahmen den Bankencrash aufhalten. Das Hinauszögern des Kollapses kostet Unsummen. Gleichzeitig geht vielen Menschen das Geld aus.

Das alte Geldsystem ist von Menschen erdacht worden. Die globale Verbreitung und Anwendung, bis hin zur Ausbeutung von Menschen und Natur, ist Ausdruck unseres kollektiven Bewusstseins. Das aktuelle Geldsystem hat sich diesem Denken entsprechend geformt.

Die Entwicklung und Benutzung eines neuen Zahlungsmittels bedarf daher: Neues Denken, neue Sichtweise, neues Bewusstsein.

Die Verwendung neuer Zahlungsmittel benötigt eine Neubetrachtung unserer Beziehung zum Thema Geld. Konventionelles Geld ist ungedeckt, wird zentral heraus gegeben und Banken können mit einer kleinen Mindestreserve Unmengen an Krediten vergeben. In zunehmendem Maße wird erkannt, dass dieses Geldsystem eine Wurzel der wiederkehrenden ökonomischen und sozialen Probleme ist. Mittlerweile hat der weltweite Finanzmarkt die Probleme in eine globale Dimension vergrößert. Im Lauf der Jahre wuchs weltweit bei vielen Menschen der Bedarf nach grundlegenden Lösungen. Dabei wurde eine große Anzahl an komplementären Währungen und Tauschringen entwickelt.

Eines der bisher bekanntesten Konzepte ist das Regiogeld, welches parallel zum Euro funktioniert. Neben der Förderung der regionalen Wirtschaft unterstützen diese Initiativen auch die Bildung sozialer Netzwerke. Regiogeld wird jedoch zentral geschöpft, kontrolliert und verwaltet. In dieser Hinsicht gibt es Ähnlichkeiten mit der traditionellen Geldschöpfung durch Zentralbanken. Einer der Hauptgründe für Stagnation in regionalen Währungen ist der hohe Verwaltungsaufwand: Die unbezahlten Organisatoren, die die Verantwortung des Betriebs übernehmen, sind zunehmend überfordert, landen evtl. im Burn-Out und stellen folglich ihre Arbeit ein.

Ein neues Modell verbindet Aspekte von Regiogeld und Tauschring. Dabei funktioniert es ohne Verwaltungsaufwand: 'Minuto Cash', genannt Minuto, basieren auf der Möglichkeit, dass jeder sein eigenes Zahlungsmittel herausgeben kann. Minutos werden ähnlich wie Bargeld verwendet. Sie sind ein wirklich dezentrales Zahlungsmittel.

Üblicherweise arbeiten Menschen zuerst und bekommen dann ihr Geld. Doch wo kommt das Geld eigentlich her? Interessanterweise entsteht Geld durch Schulden. Beim konventionellen System haben die zentral organisierten Staatsschulden mittlerweile astronomische Größen erreicht. Im Gegensatz dazu sind Minuto-Cash selbst hergestellte, dezentrale Gutscheine mit überschaubarem und daher auch verantwortbarem Leistungsversprechen.

Der Name Minuto entstammt der gewählten Verrechnungseinheit für den Austausch von Produkten und Dienstleistungen: 'Minuten qualitativer Leistung'. 60 Minutos haben den Wert von einer Stunde qualitativer Leistung. Die qualitative Arbeitsstunde kostet in Deutschland im Durchschnitt 30 Euro. Daher gilt als aktueller Umrechnungskurs 60 Minutos = 30 Euro (August 2010).

Minutos unterliegen keiner Inflation. Eine Stunde ist und bleibt eine Stunde, auch in hundert Jahren. Preisangaben in Minutos müssen nicht angepasst werden wenn beispielsweise der Euro von Hyperinflation betroffen ist. In so einem Fall müßte nur der Umrechnungsfaktor angepasst werden. Der Gegenwert von Minutos (als stabiles Zahlungsmittel) entspricht dann einer höheren Menge an (wertloser gewordenen) Euros.

Zur Einführung des Minuto trifft sich eine Gruppe von Personen. Der Auftakt muss von jemandem organisiert werden. Später kann diese Verantwortlichkeit von anderen übernommen werden. Bei Minuto Treffen werden Angebot und Nachfrage getauscht, Kontakte geknüpft sowie aktuelle Anliegen besprochen. Werden Minutos überregional eingesetzt, so wandern sie im Lauf ihrer Gültigkeitsdauer wieder zurück in die Region ihrer Entstehung. Schlussendlich werden sie beim Herausgeber des jeweiligen Gutscheins eingelöst. Jeder einzelne Minuto Gutschein trägt eine Wertangabe, ein Gültigkeitsende, Stadt bzw. Länderkürzel und Postleitzahl des Herausgebers, Name und Adresse, Datum der Ausgabe sowie die Unterschrift des Ausstellers. Ein Gutschein, geschöpft am 1. Januar 2012, ist beispielsweise bis zum Ende des Jahres 2017 gültig. Zusätzlich ist jeder Minuto Gutschein gedeckt durch zwei Bürgen (weiblich und männlich). Die Akzeptanz des Minuto ist natürlich am höchsten in der Region seiner jeweiligen Schöpfung. Jedoch darf jeder Mensch weltweit auch Gutscheine anderer Regionen annehmen und benutzen. Im Besonderen profitiert die regionale Urproduktion vom Minuto: Landwirtschaft, Gartenbau, Handwerk sowie soziale Dienstleistungen.

Fragen & Antworten zum Minuto sind zu finden im unten verlinkten PDF-Dokument "Minuto-FAQ_Minuto.pdf".

Alle weiteren Dateien, die es braucht, um den Minuto in der eigenen Gemeinschaft / Region zu lancieren sind ebenfalls verlinkt – der Minuto kann also sofort von EUCH gestartet werden, WENN IHR WOLLT!

Die Basis-Website des Minuto lautet: www.minutocash.org

Einschätzung:

Wir erachten die alltägliche Handhabung des Minuto in einer grösseren Gruppe als unpraktikabel und die Idee der Bürgen als kompliziert.
Mit dem Minuto können kaum die Dinge des Alltags eingekauft werden.

Der Minuto ändert an der Schuldproblematik des bestehenden Geldsystems nichts.

 

 

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