Autoren M-Z

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Mauss Marcel, Die Gabe

Dieser Essay ist die erste systematische und vergleichende Studie über das weit verbreitete System des Geschenkaustauschs und die erste Deutung seiner Funktion im Bezugsrahmen der gesellschaftlichen Ordnung. Mauss zeigt hier, was die eigentliche Natur und fundamentale Bedeutung solcher Institutionen wie des "Potlatsch" und des "Kula" ist, die uns auf den ersten Blick befremdlich oder sogar sinnlos und unverständlich erscheinen. Und wenn er uns zeigt, wie sie zu verstehen sind, erschließt er uns nicht nur den Sinn bestimmter Bräuche, etwa der nordamerikanischen Indianer, sondern zugleich den Sinn analoger Bräuche in früheren Phasen der überlieferten Geschichte und überdies den Sinn von Praktiken unsere eigenen Gesellschaften in der gegenwärtigen Zeit. Der Vergleich (oder die Gegenüberstellung) von archaischen Institutionen, über die er schreibt, und unseren eigenen ist in seinem ganzen Essay implizit enthalten.

Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518283431


Ottacher Gebhard, Das Freigeld Experiment von Wörgl

Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise versuchte die österreichische Marktgemeinde Wörgl auf Initiative ihres Bürgermeisters Michael Unterguggenberger, auf kommunaler Ebene einen Ausweg aus der Deflationskrise und der Arbeitslosigkeit zu finden. Durch die Ausgabe von sogenanntem Freigeld wurde der Finanzierungsspielraum der Gemeinde erweitert, so dass ein Investitions- und Beschäftigungsprogramm durchgeführt werden konnte.

Gauke Verlag, ISBN 978-3-87998-450-3


Perkins John, Bekenntnisse eines Economic Hit Man

John Perkins war ein Economic Hit Man, ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe: Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Grossprojekte zu verkaufen, die sie in eine Abhängigkeit von den USA brachten. Zwölf Jahre lang hat Perkins seine Seele verkauft … bis er ausstieg und den Mut hatte, den Skandal aufzudecken.

Riemann Verlag, ISBN 978-3570-50066-8


Preissing Sigrun, Tauschen – Schenken – Geld

Ist eine Alternative zum Kapitalismus möglich? Tauschbeziehungen ermöglichen soziale Netzwerke. Ist deshalb das Leben auch mit Komplementärwährungen, Tausch oder sogar ohne Geld denkbar? Das traditionelle Muschelgeld der Tolai und der argentinische Crédito, ethnologische Tauschtheorie und Kapitalismuskritik: Welche Faktoren begünstigen die Stabilität alternativer ökonomischer Modelle? Wie können sie zu sozialen, nachhaltigen Reserven in der kapitalistischen Krise werden? Sigrun Preissig betrachtet ökonomische Gegenentwürfe: Formen des Schenkens, des Tausches oder Komplementärwährungen. Können aus diesen Versuchen neue gesellschaftliche Konzepte entwickelt werden, die verwoben mit neuen Transaktionsformen sozial und ökologisch tragfähig sind?

Reimer Verlag, ISBN 978-3496028284


Schwarz Fritz, Vorwärts zur festen Kaufkraft des Geldes

Ein weiteres feines, kleines Stück Wirtschaftsgeschichte das uns viele Gedankenansätze für die heutige Zeit bietet. Erklärungen über die Freiwirtschaftler und deren Wirtschaften werden anhand von historischen Beispielen ausgeführt.

Synergia Verlag, ISBN 978-3-940392-01-5


Schwarz Fritz, Das Experiment von Wörgl

Das Experiment von Wörgl war ein praktischer Versuch, die Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell umzusetzen. Er wurde nach eineinhalb Jahren von staatlicher Seite verboten. In der Zwischenzeit jedoch (1930/32) erlebte die Gemeinde Wörgl in Österreich mit ihrem Freigeldversuch einen ungeahnten, wirtschaftlichen Aufschwung inmitten der Weltwirtschaftskrise.

Synergia Verlag, ISBN 3981089456


Seiffert Horst, Geldschöpfung

Es ist traurige Realität. In dem vorherrschenden Geldsystem ist es den Wirtschaftsteilnehmern mit Banklizenz (Banken) möglich, unbemerkt Leistungen zu beziehen, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Wir werden über die wahre Geschäftstätigkeit von Banken getäuscht. - Horst Seiffert ist dem Geheimnis der Einkommenserzielung von Banken auf den Grund gegangen. Die Geldschöpfung spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Gesellschaft lässt zu, dass private Banken Geld erschaffen (schöpfen) können. Dieses Privileg der Banken entstand aus einer Nachlässigkeit der Politik während der Herausbildung des Giralgeldes (auf Bankkonten angeschriebenes Geld). Dadurch kam eine Lawine ins Rollen, die die Macht hat, unsere demokratische Grundordnung zu verschütten. Der Autor analysiert die Geldschöpfung, die Darstellung des Geschäftserfolges der Banken mittels der Bilanz, die Schulden der Banken, das Zinssystem und die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Zusammenhänge.

Eigenverlag, ISBN 978-3-00-039769-1


Senf Bernd, Der Nebel um das Geld

Ohne Wachstum in die Wirtschaftskrise, mit Wachstum in die Umweltkrise; das sind die Alternativen, die das gegenwärtige Wirtschaftssystem bietet. Ein Ausweg aus diesem Dilemma besteht nach Auffassung einiger Wissenschaftler in einer Korrektur des derzeitigen Geldsystems. Dieser Meinung ist auch Bernd Senf, der von 1973 bis 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin lehrte.

Gauke Verlag ISBN 3-87998-435-2


Senf Bernd, Die blinden Flecken der Ökonomie

Bernd Senf erläutert auf anschauliche Weise die Wirtschaftstheorien u.a. des Liberalismus, des Marxismus, der freiwirtschaftslehre, des Keynesianismus und des Neoliberalismus. Er zeigt ihre Stärken, aber auch die jeweiligen „blinden Flecken“ mit ihren verheerenden Konsequenzen auf und entwirft eine undogmatische Synthese der richtigen Erkenntnisse und ihrer Weiterentwicklung.

Gauke Verlag, ISBN 978-3-87998-452-7


Senf Bernd, Der Tanz um den Gewinn

Bernd Senf legt hier mehrere Aufsätze über tiefere wirtschaftliche Ursachen globaler Fehlentwicklungen vor. In allgemein verständlicher Weise wird herausgearbeitet, dass die sich verschärfenden Krisen verankert sind in der problematischen Ermittlung des einzelwirtschaftlichen Gewinns, um den sich weltweit das Wirtschaften dreht. Darüber hinaus geht es um grundliegende Probleme des bestehenden Geld- und Zinssystems und um Geheimnisse und Konsequenzen der Geldschöpfung des Bankensystems. Aus der Analyse dieser Zusammenhänge ergeben sich Ansatzpunkte notwendiger Veränderungen, wenn eine weitere Zuspitzung der Krisen vermieden werden soll.

Gauke Verlag, ISBN 3-87998-448-4


Senf Bernd, Die Wiederentdeckung des Lebendigen

In diesem Buch geht es um das Pulsieren des Lebens in Mensch und Natur, um die Ursachen für die Blockierung oder Erstarrung der Lebensenergie und um Wege, sie wieder in Fluss zu bringen – zum Beispiel mit Hilfe kleiner Orgongeräte (Bauanleitung im Buch). Die Entdeckung der Lebensenergie durch Wilhelm Reich, die Forschungen von Viktor Schauberger und von Georges Lakhovsky lassen sich zu einem Bild zusammenfügen: Sie ermöglichen ein grundlegendes Verständnis lebendiger Prozesse und ihrer Störungen in uns, zwischen uns und in der „äusseren“ Natur. Und sie zeigen Wege der inneren und äusseren Heilung.

Omega Verlag, ISBN 3-93024-328-8


Sutton Antony C., Wallstreet und der Aufstieg Hitlers

Sutton (1925 – 2002) untersucht den von der offiziellen Geschichtsschreibung verdrängten Zusammenhang zwischen Wall Street Bankiers und dem Aufstieg Hitlers. Während die Halbwahrheit, dass der Hitlerismus mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte 1945 besiegt wurde, in alle Köpfe gehämmert wurde, bleibt die andere Hälfte der Wahrheit, dass derselbe Hitlerismus nur mit Hilfe westlicher (britisch-amerikanischer) Kapitalhilfe überhaupt aufgebaut werden konnte, bis heute ein Tabu akademischer Geschichtsschreibung.

Perseus Verlag, ISBN 978-3-907564-69-1

 


Walker Karl, Geld in der Geschichte

Die Tempel Griechenlands, die Kathedralen des Mittelalters, die Sixtinische Kapelle und die Bilder der Impressionisten ohne Geld hätten diese Kunstwerke nicht entstehen können. Wo immer das Geld auftaucht und in Gebrauch genommen wird, entwickeln sich Handwerk und Künste; der Mensch erhebt sich über die Bedürfnisse des Alltags und schafft Werke, die Generationen überdauern. Die Entwicklung des Geldwesens, dies die These dieses Buches, ist eine entscheidende Vorbedingung für Blüte und Niedergang der Kulturen. Walker zeigt dies anhand einer Unmenge von Episoden und Beispielen aus dem Alltagsleben. Seine Untersuchung führt zu Ergebnissen, die viele überraschen werden, etwa dem, dass das 13. Jahrhundert, der Höhepunkt der Gotik, die glücklichste Epoche in der Geschichte der Menschheit gewesen sei. Eine anregende, oft nachdenklich stimmende, aber auch zum Widerspruch herausfordernde Lektüre.

Nikol Verlag, ISBN 978-3868200300


 

Von Werlhof Claudia, Der unerkannte Kern der Krise

Öl im Golf von Mexiko, Kernschmelze in Fukushima, Gentechnik auf dem Vormarsch und soviel Kriegsgebiete wie noch nie ... Es geht hier nicht um allgemeines Krisen-

gerede, sondern um die Erkenntnis, warum die Krise systematisch an die Lebens-bedingungen als solche geht: das utopische patriarchale Projekt der Schöpfung aus Zerstörung bzw. der Zerstörung durch eine sogenannte "Neu-Schöpfung" folgt einer perversen, "alchemistischen" Logik, die zudem mit Heils- und Erlösungserwartungen verbunden ist: Die Vernichtung des Gegebenen und natürlich Geborenen wird ausgeblendet und ist kollektiv unbewusst! Man schaut nur auf das von Menschen Gemachte. Die Zerstörung der Welt ist aber kein Irrtum, sondern gewollt, weil sie als Voraussetzung für eine so genannte "bessere Welt" angesehen wird. Das ist die spezifisch moderne Irrationalität. Verbesserungsvorschläge und Reformen aber sind ebenso "Alchemie" und tun so, als ob der Aufbau einer wiederum "besseren" Welt ohne die gleichzeitig laufende Abschaffung patriarchalen Wollens, Fühlens, Denkens und Handelns bzw. des Patriarchats als System überhaupt möglich wäre. Patriarchat jedoch ist ein bewusst gewollter, organisierter und globaler Krieg gegen das Leben und dessen Religion. Niemand weiss heute, welchen Charakter eine Bewegung haben könnte, die eine neue Zivilisation aufbaut. Es wird aber etwas ganz anderes sein müssen als das, was wir bisher gekannt haben. Einiges ist inzwischen schon zu ahnen.

Arun Verlag, ISBN 978-3-86663-085-7

 


Von Werlhof Claudia, West-End

Als Alternative zum "kapitalistischen Patriarchat" mit seinen hierarchischen, natur- und lebensfeindlichen Strukturen orientiert die Autorin auf eine egalitäre, naturkooperierende und lebensorientierte »matriarchale« Zivilisation. Vor diesem Hintergrund diskutiert sie die neoliberale Globalisierung und ihre objektiven Grenzen, eine neuartige Definition des Kapitalismus mit patriarchaler "Tiefenstruktur", den Charakter der Moderne als eines "alchemistischen Systems" und Alternativen, die vor allem an der Peripherie des "modernen Weltsystems" bereits entstehen. Dem folgt die Auseinandersetzung mit einem neuen, extrem patriarchalen und frauenfeindlichen christlichen "Fundamentalismus". Abschließend behandelt sie den inneren Konflikt der Frauenbewegung zwischen dem Aufstieg im und dem Ausstieg aus dem Patriarchat.

Papy Rossa Verlag, ISBN 978-3-89438-435-7


Zarlenga Stephen, Der Mythos vom Geld

Zarlengas Thesen werden im Internet, von Politikern und von Geldmanagern heiss diskutiert. Die kritische Geschichte des Geldes und der Währungen stösst sowohl auf begeisterte Zustimmung als auch auf skeptische Ablehnung. Die Thesen Zarlengas belegen, dass die säkulare Macht in einer Gemeinschaft vor allem von ihrem Geld- und Bankensystem ausgeübt wird – und keineswegs von Regierungen und Volksvertretern.

Conzett Verlag, ISBN 978-3-0350-9001-7