Geben und Nehmen

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Jedes Jahr verschenkt uns Mutter Erde
ihre Nahrung in unglaublicher Fülle. In alten Kulturen wurden im Herbst Dankbarkeitsfeste gefeiert. Heute entreissen wir der Erde ihre Schätze in massloser Arroganz, wie keine Kultur vor uns. Wir glauben, die Universellen Gesetzte aushebeln zu können und fordern immer mehr Wachstum auf einer Erde mit begrenzten Ressourcen.

 

Unser Währungssystem dient der Macht einiger weniger Familien.

Die lineare Sicht der Dinge – wie kann ich mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen, bzw. verdienen – hat ihre Berechtigung. Gleichwertig sollte aber der Blick auf das Ganze gepflegt werden.

Ein Währungssystem sollte allen Beteiligten dienen, nicht nur wenigen.

Wie kann das erreicht werden?


Alle heutigen Geldsysteme beruhen auf dem Prinzip der Konkurrenz, des Gegeneinanders und des Nehmens. Sie sind geprägt von der Vorstellung des Mangels und damit der Angst.


Was im heutigen Geldsystem völlig fehlt, ist das Geben, die Kooperation und das Miteinander, geprägt von der Vorstellung der Fülle und damit des Vertrauens.

Emanzipation der Frauen kann nicht heissen, dass sich die Frauen in das allgemeine Getümmel nach mehr Geld stürzen, sondern der Respekt den weiblichen Werten gegenüber sollte wachsen und sich entwickeln.


Das gebende und das nehmende Prinzip sind die beiden Seiten der gleichen Medaille, das heisst sie sind gleichwertig.

Bernhard A. Lietaer beschreibt dieses Phänomen der nehmenden, und der gebenden Währungssysteme in seinem Buch: Mysterium Geld. Er unterteilt Währungen auch in Yin- und Yang- Währungen.

Um dieses Phänomen auch zu erkennen und in unserer Welt umzusetzen, braucht es nicht nur ein neues Bewusstsein, sondern auch ein neues Währungssystem.


Ein neues Währungssystem wird unbezahlte Arbeit, die von Frauen und Männern geleistet wird, unterstützen (Kinder gebären und grossziehen, Hausarbeit, die Pflege von kranken und alten Menschen, Kultur und Kunst).  Dies sind Tätigkeitsfelder, die an der Basis jeder menschlichen Gemeinschaft liegen, aber nicht rentieren. Sie erscheinen in keiner ökonomischen Berechnung. Sie müssen aber einen wesentlichen Stellenwert in der Entwicklung eines neuen Währungssystems erhalten, damit Geben und Nehmen gleichwertig miteinander kooperieren können.


Die Illusion, dass wir auch einmal in den Genuss der Ausschüttung von Zinsen und Zinseszinsen kommen könnten, sollten wir so rasch wie möglich aus unserem Denken streichen. Denn letztendlich gibt es im Zinssystem, wie es heute praktiziert wird, nur Verlierer.


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